5 Athletinnen und Athleten an den Nachwuchs Schweizermeisterschaften

von Raphael Baumann / 06.09.2021

Lara Kolb, Alexandra Stucki, Dafina Zuka, Jakob Kuelps und Künzler Yannis vertreten dieses Wochenende in Winterthur an die Nachwuchs Schweizermeisterschaften unsere Klubfarben. Im lezten Jahr musste die Hochwacht bekanntlich eine herbe Klatsche hinnehmen und reiste ohne Medaille nach Hause. Doch der Verfasser prophezeite schon damals Medaillengewinne aber nur noch eine Frage der Zeit sind – er sollte Recht behalten.
An den beiden Tagen wurden die Athleten von Petrus verschont und konnten bei angenehmen Temperaturen
Für fünf Nachwuchsathleten der Hochwacht Zug stand an der Nachwuchs Schweizermeisterschaft in Winterthur das ganz grosse Highlight an. Unsere 5 Trümpfe waren Lara Kolb (800 Meter), Alexandra Stucki (Stab, 100 Meter), Dafina Zuka (100 Meter Hürden), Jakob Kuelps (2000 Meter) und Künzler Yannis (800 Meter).
Dafina krönt sich zur Vize-Schweizermeisterin und unterbietet die U18 EM Limite.
Dafina erfüllte vier SM Limiten (100m, 200m, Weit und 100m Hürden). Da sie erst seit Juni wieder Trainieren konnte und die ersten Hürdenrennen erst im August bestreiten konnte, entschied sie sich alles auf die Karte 100m Hürden zu setzen. In der nationalen Bestenliste lag sie auf Rang vier und sie konnte mit einer Medaillen liebäugeln. Zwei Wochen vor der SM entschied sich Dafina mit ihrem Trainer, einen Schritt weniger auf die erste Hürde zu nehmen. Diese Umstellung hat sich gelohnt. Sie reiste mit einer PB von 14.38 an. Mit 14.26 gewann sie den Vorlauf souverän. Bei Windstille erzielte sie die zweitschnellste Zeit vom ganzen Feld und eine neue PB. Im Halbfinal konnte sich Dafina noch einmal steigern, bei optimaler Windunterstützung (+2.00m/sec) lief sie 14.09 und qualifizierte sich locker für den Final. Damit erfüllte sie auch ein weiteres Mal die U18 EM Limite.
Im Final hatte sie kurz vor dem Start einen Schreckensmoment. Beim letzten Startversuch 3 Minuten vor dem Start war sie voll motiviert und überlief die ersten zwei Hürden sehr schnell und flach. Sie touchierte die zweite Hürde so stark, dass sie starke Schmerzen hatte. Dafina riss sich zusammen und kämpfe. Nach der sechsten Hürde lag sie knapp hinter der Zweitplatzierten als diese arg in Straucheln kam und Dafina fast touchierte. Auch diese brenzlige Situation meistere sie gut und sie lief unangefochten auf den zweiten Rang. Wer weiss, ohne diese zwei Schreckensmomente wäre sogar eine Zeit unter der magischen Marke von 14.00 drinnen gelegen. Mit einer Zeit von 14.11 bestätigte Dafina ihre tolle. Form. Für nächstes Jahr zählt Dafina wieder zu den Topfavoritinnen, kann sie auch an der nächsten SM nochmals in der gleichen Kategorie starten. Potential ortet ihr Trainer im Sprint und Kraftbereich. DAfina selber meinte nach dem Zieleilauf „Ich war anfangs sehr aufgeregt, weil ich wusste, dass ich eine Medallienchance habe. Nach dem Vorlauf ging diese Nervosität aber wieder zurück. Als ich dann im Final war wusste ich, dass ich nochmals alles geben muss um eine Medallie zu gewinnen. Und am Schluss war ich sehr glücklich, dass ich sogar die Silberne gewinnen konnte!“. Wir gratulieren herzlich.
Alexandra Stucki gewinnt eine weitere Medaille und wird über 100 Meter immer schneller
Alexandra ist in vielen Disziplinen mit Talent ausgestattet. Nach ihrem letztjährigen Start im Hammerwurf entschied sich die junge Hünenbergerin dieses Mal für einen Start über 100 Meter. Mit einer Zeit von 13.06 Sekunden scheiterte Sie zwar im Vorlauf, war aber umso hungriger auf ihre Paradedisziplin. Im Stabhochsprung gehört Sie nämlich schon längst zur nationalen Elite und durfte diesen Sommer erstmals auch mit der Nationalmannschaft an einem internationalen Meeting starten.
Die Starthöhe von 3.40 Meter übersprang Sie locker im ersten Anlauf. Selbes auf den nächsten Höhen 3.50, 3.60 und 3.75 Meter. Danach attackierte Sie ihre persönliche Bestleistung und legte die Latte auf 3.85 Meter. Leider scheiterte Sie danach hintereinander 3 Mal knapp auf dieser Höhe. Nichts desto trotz durfte Sie sich über den Gewinn der Silbermedaille freuen. Alexandra meinte selber: Es war super cool. Am Samstag beim Sprint war ich etwas nervös und am Schluss fehlte ein wenig die Power. Am Sonntag beim Stab war ich dann etwas weniger nervös und fand es super cool, dass ich so viele Höhen im Versuch nehmen konnte. Am Schluss wollte ich die Favoritin etwas fordern und legte die Latte extra hoch und das ist mir ganz gut gelungen. Toll war es auch, viele gute Freunde wieder zu sehen.
Die Starthöhe von 3.40 Meter übersprang Sie locker im ersten Anlauf. Selbes auf den nächsten Höhen 3.50, 3.60 und 3.75 Meter. Danach attackierte Sie ihre persönliche Bestleistung und legte die Latte auf 3.85 Meter. Leider scheiterte Sie danach hintereinander 3 Mal knapp auf dieser Höhe. Nichts desto trotz durfte Sie sich über den Gewinn der Silbermedaille freuen. Alexandra meinte selber: Es war super cool. Am Samstag beim Sprint war ich etwas nervös und am Schluss fehlte ein wenig die Power. Am Sonntag beim Stab war ich dann etwas weniger nervös und fand es super cool, dass ich so viele Höhen im Versuch nehmen konnte. Am Schluss wollte ich die Favoritin etwas fordern und legte die Latte extra hoch und das ist mir ganz gut gelungen. Toll war es auch, viele gute Freunde wieder zu sehen.
Mittelstreckler zeigen beindrucke Rennen und beherzte Leistungen
Yannis Künzler qualifizierte sich in diesem Jahr zum ersten Mal für eine Schweizermeisterschaft. Entsprechend aufgeregt war er am Start. Die fehlende Meisterschaft Erfahrung liess er sich aber nicht anmerken. In seinem Vorlauf über die 800 Meter erreichte er mit 2:03.76 Minuten eine neue persönliche Bestleistung und verpasste als 11. den Final der besten 8 nur knapp. Yannis sagte kurz nach dem Zieleinlauf: Das Ziel war es schon in den Final zu kommen. Dafür wäre wohl eine Zeit unter „ Minute heute notwendig gewesen. Dies ist mir leider nicht ganz geglückt aber über die persönliche Bestleistung freue ich mich dennoch. Etwas mehr „beissen“ musste Lara Kolb. Sie starte ebenfalls über 800 Meter und wie für ihren Klubkollegen bedeutet der Vorlauf Endstation. Lara starte mutig und zeigte ein Rennen mit viel Herz. Mit 2:30.55 fehlen aber noch ein paar Sekunden auf die nationale Spitze. Ein Grund weiter hart zu trainieren! Sie selber sagte: Es war eine tolle Atmosphäre aber leider lief es nicht ganz wie erhofft.
Für das Highlight unserer Mittelstreckler sorgte unser Youngster Jakob Kuelps. Über 2000 Meter zeigte er eine beherzte Leistung und war bis am Schluss stets ganz vorne im Feld anzutreffen. Als auf der letzten Runde die Post so richtig abging, hatte auch Jakob noch ein paar Körner und rannte mit einem fulminanten Schlussspurt auf den tollen 6. Rang!
Unsere Athleten und Athletinnen haben an diesem Wochenende geliefert. Hoffentlich sind im nächsten Jahr noch ein paar weitere Hochwächlter an der Schweizermeisterschaft im Einsatz. Weitere Medaillengewinne sind aber nur noch eine Frage der Zeit.


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