Lausanne Marathon Sonntag, 27. Oktober 2019 – Rennbericht

von Konrad Baumann / 01.11.2019

Das erklärte Jahressziel von unserem technischen Leiter Raphael Baumann war den Marathon das erste Mal unter 3 Stunden zu absolvieren. Und so ging er sich zusammen mit seiner Freundin Michèle Frauchiger am vergangen Samstag in Richtung Westschweiz um dieses Ziel in die Tat umzusetzen. Mit dabei waren auch die Eltern der beiden, welche einen optimalen Betreuerstab bildeten. Nach einem kurzen Abstecher in Gruyère und Vevey traf man sich in Lausanne am Vorabend zur Pasta-Party.
Das Wetter am Renntag war ideal. Raphael konnte zwar die letzten 5 Wochen nicht mehr wie gewünscht trainieren, war aber dennoch zuversichtlich, dass eine Zeit unter 3h15min heute möglich ist. Der erste Kilometer ist Raphael locker angegangen und hat sich auch in der Folge immer wieder bei kleinen Anstiegen zurückgehalten, um nicht allzu viel Kraft zu verbrauchen. Die ersten 7 Kilometer passierte Raphael in 29 Minuten. Er ging seine eigene Pace und verlor den 3h Pacemaker lange nicht aus den Augen.
Von da an ist er bis zur Halbmarathonwende die Pace so gut als möglich weitergelaufen, im Wissen, dass es eigentlich leicht zu schnell war. Den Halbmarathon in Vevey passierte er in 1h28min. Das war gut zwei Minuten unter der Marschtabelle, aber man braucht in der Regel eine gewisse Reserve für den Rückweg. Die Verpflegung war in Lausanne optimal organisiert. Alle 5km gab es entweder Wasser, Iso, Gel oder Bananen. Und so ging es dann vom Nestle Hautpsitz in Vevey entlang der Rebberge des Lavaux zurück nach Lausanne. Zuerst lief alles optimal. Raphael konnte die Pace bis Kilometer 35 gut halten und war immer noch auf 3 Stunden Kurs. Dabei überholte er zahlreiche Läufer. Danach gingen dann aber die Kräfte langsam aus. Die letzten 7 Kilometer musste Raphael leiden und konnte die Pace nicht mehr halten und verlor kontinuierlich Zeit. Von da an rannte er den Kilometer in 4min50 was gut 40 Sekunden zu langsam ist. Viel mehr war nicht mehr möglich, auch auf dem letzten Kilometer wo er noch versuchte etwas heraus zu holen. Nichts desto trotzt kam er mit einem Lachen auf die 700m lange Zielgerade in Laussane-Ouchy und erreichte das Ziel in 3h05min als 59. von 998 Läufer, wo bereits die Eltern warteten. Raphael war glücklich mit dieser Zeit -neue persönliche Bestleistung und die Gewissheit, dass die 3 Stunden im Bereich des Möglichen liegen.
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Michèle hat sich unterdessen auf den Weg nach Vevey gemacht und starte über die halbe Distanz. Auch sie ging den Halbmarathon vorsichtig an und versuchte ihre Puls nicht allzu früh in die Höhe schnellen zu lassen. Das Wetter, die Zuschauer und die Stimmung war auch während des Halbmarathons optimal. Die Westschweizer feiern das richtig und feuern jeden Läufer lautstark an. Auch für Michèle waren die letzten fünf Kilometer hart und sie konnte ihre Pace nicht ganz durchziehen. Sie kam als 239. von 1325 Läuferinnen in einer Zeit von 1h51min ins Ziel. Ihre persönliche Bestzeit verpasste sie dabei nur knapp.
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Und so ging ein erfolgreiches Marathon Wochenende in der Westschweiz zu Ende und die beiden werden schon bald wieder in der Zuger Laufgruppe bei Peter Rischl trainieren, um im April 2020 fit für den Zürich Marathon zu sein.

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