Die Hochwacht Zug behauptet sich in der Nationalliga C
von Raphael Baumann / 03.06.2018
Am vergangenen Samstag begaben sich 18 Athleten des Leichtathletikvereins Hochwacht Zug nach Hochdorf, um an den Schweizer Vereinsmeisterschaften in der Nationalliga C zu starten. Bei den Vereinsmeisterschaften muss ein Verein beinahe sämtliche Disziplinen der Leichtathletik absolvieren. Entsprechend sind sowohl kräftige Werfer, grossgewachsene Hochspringer als auch filigrane Ausdauerläufer gefragt.
Ohne Druck und mit einer riesen Vorfreude reisten wir im Car, angeführt von Coach Andy Imfeld, gemeinsam nach Hochdorf und installierten erst einmal unser Zelt und fassten die von Urs Affentranger designten SVM T-Shirts. Die auffallenden orangen T-Shirts waren der Hingucker auf dem gesamten Wettkampfplatz. Urs erhielt diverse Komplimente. Noch besser ein Schiedsrichter erkundigte sich gar, ob er auch so ein Leibchen haben könnte, im Gegenzug drücke er auch ein Auge bei einem Fehlstart zu. Diesem Wunsch sind wir noch so gerne nachgekommen.
Staffel mit einigen Problemen
Los ging es mit der 4x100m Staffel, welche den Wettkampf nach einem groben Wechselfehler nur auf dem siebten Platz beendete. Unsere beiden Stabhochspringen Roger und Amal waren gleichzeitig im Einsatz und durften sich Höhen von 2.60m und 2.90m notieren lassen. Im 800m Lauf rannten Raphael Baumann und Reto Simeon leider in den hinteren Regionen der Rangliste. Unser Team musste leiden und zeigte eine starke Reaktion. Angeführt von unseren starken Werfern Simon Burri, Urs Simeon, Tim Müller, Reto Simeon und Patrick Bieler gelang es uns, die ersten schlechten Resultate zu kaschieren. Die Werfen holten an diesem Tag in Speer, Kugel und Diskus insgesamt 46 Punkte was einem Viertel aller unserer Punkte entsprach.
Reto Simeon
Reto
Simon Burri
Simi
Urs Simeon
Urs
Tim Müller
Tim
Unser einziger Söldner im Team Andreas Aschwanden aus Altdorf zeigte eine starke Leistung im Weitsprung. Olympioniken Thomas Amrhein sprang im Weitsprung mit 6.82 Meter gar noch weiter und feierte damit einen Disziplinensieg. Thomas meinte dann auch: „Gemeinsamem mit meinen langjährigen Trainingsgefährten und Freunden einen Wettkampf zu bestreiten macht schon unheimlich Spass – wenn man dann noch erfolgreich ist, ist das top.“ Es sollte jedoch der einzige Sieg an diesem Tag für die Hochwacht Zug sein.
Thomas Amrhein
Thomas
Andreas Aschwanden
Andreas
Beeindruckende Leistung von Amal Fonseka
Amal Fonseka trainiert seit rund einem Jahr in unserem Verein. Er ist bereits etwas älter und startet in der Masters Kategorie. Amal stammt ursprünglich aus Sri Lanka und war früher Teil des sri-lankischen Nationalteams im 10-Kampf. Nach seiner tollen Leistung beim Stabhochsprung rannte Amal über 110m Hürden zu weiteren 8.5 Rangpunkten. Im Sommer wird er im 10-Kampf an der Master WM teilnehmen.
Amal Fonseka
Amal
Amal Fonseka
Amal beim Stab
Nun war es an den Sprintern ihren Beitrag zum Gelingen zu leisten. Leider überzeugeten unsere Sprinter weder über 100m noch über 400m. Erik Scherrer schlug zum ersten Mal in seiner Karriere Urs Affentranger über 400m. Die beiden waren aber beide in den hinteren Regionen der Rangliste zu finden. Gleiches Schicksal ereilte auch die 100m Sprinter.
Urs Affentranger
Urs
Erik Scherrer
Erik
Der 3000m Lauf war eine heisse Angelegenheit. Raphael Baumann und Cyril Kischel mussten wegen der Hitze leiden. Raphael zeigte einen soliden Lauf und sicherte der Hochwacht dank einem Schlussspurt 8 Rangpunkte. Cyril zollte bei seinem 3000m Debut dem hohen Anfangstempo etwas Tribut, punktete aber auch.
Raphael Baumann
Raphi
Cyril Kischel
Cyril
Zum Schluss kam die Kür. Unserer beiden Hochspringer Maurice Wismer und Fabio Truttmann wollten und wollten nicht ausscheiden und erreichten hervorragende 24 Rangpunkte. Damit war klar, dass wir mit den hintersten Rängen an diesem Nachmittag nichts zu tun haben werden. Die Hochwacht Zug zeigte insgesamt eine geschlossene Mannschaftsleistung und erkämpfte sich gegen acht Teams den sechsten Schlussrang. Dies ist nach dem letztjährigen vierten Rang eine leise Enttäuschung. Der eine oder andere hatte sich wohl etwas mehr erhofft. Schliesslich war das Team in diesem Jahr nominell stärker als in den Vorjahren besetzt und man hat extra T-Shirts für den Wettkampf drucken lassen. Immerhin schaffte man den Ligaerhalt problemlos.
Hoch 1
Hoch 2
Hoch 3
Den erfolgreichen Tag liessen wir bei einem gemütlichen Nachtessen im Restaurant Brandenberg ausklingen und planten dabei bereits den Angriff fürs nächste Jahr! Anschliessend zog der harte Kern noch etwas in Zug um die Häuser und präsentierte stolz das tolle orangene T-Shirt dem tanzfreudigen Volk am Samstagabend.

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