Nachwuchs Ostertrainingslager in Willisau
von Andreas Imfeld / 04.04.2018
Am Donnerstag Abend vor Ostern besammelten sich viele junge Athleten und Athletinnen am Bahnhof Zug. Ihre gemeinsame Absicht: Das Nachwuchstrainingslager der Hochwacht Zug. Die nächsten fünf Tage standen dann ganz im Zeichen des Sports und der Geselligkeit. Das riesige Sportzentrum Willisau hatte sich die letzten Jahre gut bewährt.
Unser „Hotel“ befand sich direkt neben der Leichtathletik Anlage. Perfekte Bedingungen für ein reibungsloses Trainingslager! Der Wetterbericht prophezeite zwar nicht viel Gutes, jedoch gibt es ja kein schlechtes Wetter nur „schlechte Bekleidung“.
Die Lagerleitung führte Andy Imfeld und wurde von einer grossen Trainercrew unterstützt: Raphi Baumann, Roger Grob, Simon Burri, Urs Affentranger, Livio Nietlispach und Fabio Truttmann und Marco Simeon als Hilfstrainer. Einige Athleten des Leichtathletik Vereins TSV 2001 Rotkreuz bereicherten unsere Lagergruppe wie in den vergangenen Jahren. Insgesamt waren wir 32 Sportler.
In drei Altersgruppen aufgeteilt, absolvierten alle Athleten insgesamt 5 Trainings. Wobei jedes Training bei einem anderen Trainer mit einer anderen Leichtathletik Disziplin stattfand. Die Schwerpunkte waren Hochsprung, Weitsprung, Sprint- und Wurftraining. Zum Training dazu kamen noch zwei Wettkämpfe: ein Team 5-Kampf und ein Americaine Staffelrennen.
Zwischen den Trainings und dem Essen besuchten wir zweimal das Schwimmbad. Nach dem Nachtessen war immer für Unterhaltung gesorgt: Ein Unihockeyturnier, ein Filmabend, ein Unterhaltungsabend und der Lagerabend füllten das Abendprogramm.
Mit dem dicht gefüllten Stundenplan kamen die Athleten auf bis zu 7 Stunden Sport pro Tag. So wurde keinem langweilig und selbst die Jüngsten (Jg 06) hatten keine Zeit für Heimweh. Die Athleten versuchten die Nachtruhe mit Schwatzen herauszuzögern, doch die Müdigkeit siegte zuletzt immer. Dies war sehr zum Vorteil der strapazierten Trainer. Trotz den intensiven körperlichen Aktivitäten blieben alle Athleten von Verletzungen verschont und können gut vorbereitet in die Wettkampfsaison starten. Das Lager war insgesamt sehr gelungen und Athleten sowie Trainer freuen sich bereits auf nächstes Jahr.
Tagebuch
Das Lagerbuch gewährt uns einen Einblick in das Lagerleben …
Donnerstag
18:30 Uhr, alle treffen sich auf Gleis 4 am Bahnhof Zug. Die Reise dauert etwas mehr als eine Stunde. In Willisau angekommen, steht bereits die erste Anstrengung an: der Marsch hoch zum Sportzentrum mit all dem schweren Gepäck. In der Massenunterkunft angekommen, beziehen wir unsere Zimmer. Für jeden stehen 1-2 Betten zur Verfügung, also mehr als genug Platz. Dafür ist die kühle Zimmertemperatur bei den Leiter etwas gewöhnungsbedürftig. Bald treffen wir uns zum Unihockey Turnier in der Halle. Andy informiert über das Programm und erklärt die Lagerregeln. Das Lagermotto ist: Lernen, Leisten, Lachen. Vier Teams treffen im Unihockey Turnier aufeinander und wollen alle den begehrten Pokal gewinnen. Nach 90 Minuten steht das Siegerteam fest. Um 23:00 Uhr ist Nachtruhe.
Freitag
(Rafael Ammann, Anika Jäger, Caroline Wessner, Lemmy Nigg, Katharina Tran, Sona Tkacova, Lena Pichler)
Am Morgen wurden wir mit lauter Musik aus dem Schlaf gerissen. Im Nu zogen wir uns an und kämpften uns durch den dicken Nebel ins Restaurant um zu frühstücken. Nach dem leckeren Frühstück gingen wir zu unseren eingeteilten Gruppen und fingen mit dem lehrreichen Training an. Erschöpft und hungrig gingen wir zum Mittagessen. Mit Energie gefüllt liefen wir ins nächste anstrengende Training. Die Sonne schien zwar, doch wir freuten uns bereits aufs erholsame Schwimmbad. Nach dem Schwimmen kauften wir uns feine Leckereien. Zu viel naschen durften wir nicht, da uns noch ein Abendessen bevorstand. Direkt nach dem Essen hatten wir einen lustigen Spieleabend. Leider war die tolle Tag scho wieder vorbei und wir gingen schlafen.
Samstag
(Jessica Minder, Ivan Häni, Joel Meyer, Fabienne Huber, Jael Eggenspieler, Stef de Zutter, Dafina Zuka, Jerome Walder)
Auch Heute durften wir unsere sportlichen Fähigkeiten auf die Probe stellen. Sehr sportlich starteten wir diesen leicht regnerischen Tag. Heute Morgen leitete wieder Fischi das Einlaufen. Ein bisschen Berg auf, Berg ab. Nach dem Einwärmen teilten wir uns in die üblichen Gruppen auf. Wir, von der Gruppe 2, durften zuerst Weitsprung mit Roger trainieren. Wertvolle Tipps waren nicht genug. Rumpf-Übungen, Fussgelenk Stabilisation und ein bisschen Sprungschule durften nicht fehlen. Nach einem recht strengen Einwärmen durften wir endlich richtig springen. Zuerst mit Hilfe einer kleinen Rampe und einer Hürde, danach ohne. Nach einem super leckeren Mittagessen, nämlich Härdöpfelstock mit Gemüse und Fleisch, machten wir auch am Nachmittag Sport. Nach dem Abendessen war Minigolf angesagt, doch wegen dem Regen schauten wir einen DVD. Auch heute Abend werden alle nach einem sehr gelungenen Abend gut und mit ein bisschen Muskelkater einschlafen. Diesmal viel schneller als am ersten Abend.
Sonntag
(Alisa Fomenko, Alisha Rüegger, Sofia Tran, Alexandra Stucki, Reto Simeon, Tom Jäger, Robin Pichler, Free de Zutter)
Der Tag begann wie immer mit „wunderbarer“ Musik. Andy der Barmherzige liess uns heute 30 Minuten länger schlafen. Beim Frühstück nahmen wir teil an einem nervenzerreissenden „Eiertütsch-Wettbewerb“ und die grosse Gewinnerin war Katharina. Jetzt war eine Osterhasensuche angesagt mit viel Laufen und schwierigen Rätseln wie: Yeti Simon, Fischius Nixus und Livius egois nix auswexelus Kaktus… Nach hinzellenplatzendem Grübeln und Opfern unserer Ostereier an Grobo, fanden wir unseren kleinwüchsigen schoko-Miniosterhasen. Das Teilen des 50g Hasen durch 8 Personen war der originelle 1. April Scherz der Leiter. Im Wunschtraining konnten sich einige von uns im Ringen und Schwingen testen und zwar im Hauseigenen Ringer- und Schwingerraum mit Schwingerhosen und ganz viel Sagmähl. Nachdem wir unsere riesige Portion Spaghetti verschlungen hatten, kam der lang ersehnte Wettkampf, auf den wir bereits sehnsüchtig gewartet hatten. Die Teams messen sich in den Disziplinen Staffellauf, Kugelstossen, Weitsprung, Hochsprung und 600m Lauf. Nach grosser Anstrengung und vielem Schwitzen gewann das Team „Lauda“. Im Sch wimmbad zeigten unsere Trainer ihr Können auf dem Sprungbrett während andere Schiffe versenken spielten. Mit vollen Bäuchen trafen wir alle zusammen für den Lagerabend. Ein Abend voller epischen Kämpfen mit Wäscheklammern, Türme bauen und schwebenden Äpfeln. Einerseits glücklich über dieses tolle Lager, andererseits traurig, dass dies die letzte Nacht ist, kriechen wir jetzt in unsere Schlafsäcke.
Montag
Heute Morgen stand die Bergwanderung auf den Napf auf dem Programm. Nach einem stärkenden Morgenessen galt es den Berg zu erklimmen. Die jungen Bergsteiger schafften den Gipfel in ca 40 Minuten anstatt den angegebenen 60 und das mit Turnschuhen. Als Belohnung durften wir ein Getränk auf dem Gipfel geniessen. Dieses Jahr war besonders viel Schnee auf dem Napf und der Abstieg war etwas rutschig. Zum Mittagessen gabs Spaghetti Carbonara. Zum Abschluss stand dann noch der Americaine auf dem Programm. Zu 6. mussten wir in 80m Abschnitten die 3000m laufen. Das Siegerteam schaffte eine Zeit von 7:42min. Damit besiegten sie als erstes Team seit über 10 Jahren das Leiterteam (welches nur zu dritt rannte). Wir waren alle sehr stolz. Sehr ernüchternd war dann aber als Andy bekannt gab, dass der 3000m Weltrekord bei 7:20 liegt. Nach einer warmen Dusche machten wir uns müde aber happy auf den Heimweg.

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