Nachwuchstrainingslager in Willisau Ostern 13.-17.April
von Andreas Imfeld / 21.04.2017
Am Donnerstag Abend vor Ostern besammelten sich viele junge Athleten und Athletinnen am Bahnhof Zug. Ihre gemeinsame Absicht: Das Nachwuchstrainingslager der Hochwacht Zug. Die Reise führte nun das 10. Jahr nach Willisau. Die nächsten fünf Tage standen dann ganz im Zeichen des Sports und der Geselligkeit. Das riesige Sportzentrum Willisau hatte sich die letzten Jahre gut bewährt. Willisau verwöhnt uns geradezu mit seiner Vielzahl an Anlagen und Unterkünften.
Unser „Hotel“ befand sich direkt neben der Leichtathletik Anlage. Morgen, Mittag- und Abendessen gönnten wir uns im Restaurant der Tennishalle. Durch das feine Essen stärkten sich die Athleten für das intensive Training. Von der modernen Sportstätte durften wir mehrere Anlagen gleichzeitig benut-zen. Dazu gehören die 400m Rundbahn mit allen Leichtathletikanlagen, ein Hartplatz, ein Rasen, zwei Hallen, ein Aufenthaltsraum, ein Hallenbad und eine Minigolfanlage. Perfekte Bedingungen für ein rei-bungsloses Trainingslager! Der Wetterbericht prophezeite zuerst nicht viel Gutes, jedoch blieben wir bis auf Sonntag Morgen vom Regen verschont.
Die Lagerleitung führte Andy Imfeld und wurde von einer riesigen Trainercrew unterstützt: Raphi Baumann, Roger Grob, Simon Burri, Patrick Bieler, Elena Moos, Livio Nietlispach und Angi Beck. Ei-nige Athleten des Leichtathletik Vereins TSV 2001 Rotkreuz und des TV Chams bereicherten unsere Lagergruppe wie in den vergangenen Jahren. Insgesamt waren wir 37 Sportler.
In vier Altersgruppen aufgeteilt, absolvierten alle Athleten insgesamt 5 Trainings. Wobei jedes Training bei einem anderen Trainer mit einer anderen Leichtathletik Disziplin stattfand. Die Schwerpunkte waren Hochsprung, Weitsprung, Sprint- und Wurftraining. Zum Training dazu kamen noch zwei Wettkämpfe: ein Team 5-Kampf und ein Americaine Staffelrennen.
Zwischen den Trainings und dem Essen besuchten wir zweimal das Schwimmbad. Nach dem Nacht-essen war immer für Unterhaltung gesorgt: Ein Unihocturnier, ein Minigolfturnier, ein Unterhaltungs-abend und der Lagerabend füllten das Abendprogramm.
Mit dem dicht gefüllten Stundenplan kamen die Athleten auf bis zu 7 Stunden Sport pro Tag. So wur-de keinem langweilig und selbst die Jüngsten (Jg 06) hatten keine Zeit für Heimweh. Die Athleten ver-suchten die Nachtruhe mit Schwatzen herauszuzögern, doch die Müdigkeit siegte zuletzt immer. Dies war sehr zum Vorteil der strapazierten Trainer. Trotz den intensiven körperlichen Aktivitäten blieben die meisten Athleten von Verletzungen verschont und können gut vorbereitet in die Wettkampfsaison star-ten. Das Lager war insgesamt sehr gelungen und Athleten sowie Trainer freuen sich bereits auf nächs-tes Jahr.
Tagebuch
Unser Tagebuch gewährt einen kleinen Einblick in das Lagerleben …
Donnerstag
18:15Uhr, alle treffen sich auf Gleis 4 am Bahnhof Zug. Zum Glück sind Ferien, so sind alle pünktlich da. Die Reise dauert etwas mehr als eine Stunde. In Willisau angekommen, steht bereits die erste An-strengung an: der Marsch hoch zum Sportzentrum. In der Massenunterkunft angekommen, beziehen wir unsere Zimmer. Für jeden stehen 1-2 Betten zur Verfügung, also mehr als genug Platz. Dafür ist die kühle Zimmertemperatur etwas gewöhnungsbedürftig. Bald treffen wir uns zum Unihockey Turnier in der Halle. Andy informiert über das Programm und erklärt die Lagerregeln. Das Lagermotto ist: Ler-nen, Leisten, Lachen. Vier Teams treffen im Unihockey Turnier aufeinander und wollen alle den begehr-ten Pokal gewinnen. Nach 90 Minuten steht das Siegerteam fest. Um 23:00 Uhr ist Nachtruhe. Erstaun-lich ruhig bereits um 23:15 Uhr, da die erste Nacht meistens die schlimmste war.
Livio bei Passspiel
Qualifikationsspiel
Freitag
Das Aufstehen um 7:030 Uhr fiel nicht Allen leicht. Doch es schafften dann doch alle pünktlich. Nach einem leckeren Morgenessen gingen wir mit Fischi einlaufen. Als dann alle auf dem Platz versammelt waren begann das Training 1. Unsere Gruppe war bei Andy zum Sprint und Hürden eingeteilt. Nach sehr intensiver Einleitung und einer ausführlichen Erklärung über die Laufschule, befolgten wir die praktischen Übungen. Dann gab es Mittagessen. Am Nachmittag übten wir Weitsprung. Nach fast zwei Stunden liefen wir zum Schwimmbad. Das Planschen im Bad gefiel allen. Nachdem unsere Bäu-che mit dem Restaurantessen gefüllt waren, begaben wir uns zum Aufenthaltsraum. In vier Gruppen aufgeteilt waren wir vor verschiedene Aufgaben und Rätsel gestellt. Zum Beispiel mussten wir mög-lichst viele Zahnstocher stapeln oder uns möglichst schnell die Nägel lackieren. Dumm war nur, dass niemand einen Lackentferner dabei hatte. Den zweiten Tag hatten wir bereits hinter uns.
Raphi mit Team
Angi mit Team
Samstag
Auch Heute durften wir unsere sportlichen Fähigkeiten auf die Probe stellen. Sehr sportlich starteten wir diesen leicht bewölkten Tag. Heute Morgen leitete wieder Fischi das Einlaufen. Ein bisschen Berg auf, Berg ab. Nach dem Einwärmen teilten wir uns in die üblichen Gruppen auf. Wir, von der Gruppe 2, durften zuerst Weitsprung mit Roger trainieren. Wertvolle Tipps waren nicht genug. Rumpf-Übungen, Fussgelenk Stabilisation und ein bisschen Sprungschule durften nicht fehlen. Nach einem recht stren-gen Einwärmen durften wir endlich richtig springen. Zuerst mit Hilfe einer kleinen Rampe und einer Hürde, danach ohne. Nach einem super leckeren Mittagessen, nämlich Härdöpfelstock mit Gemüse und Fleisch, konnten wir die langsam kommende Sonne geniessen. Natürlich machten wir auch am Nachmittag Sport. Nach dem Abendessen gings gleich weiter mit Minigolf. In selbst ausgewählten Gruppen kämpften wir uns durch alle Bahnen. Es machte sehr viel Spass. Danach durften wir noch das Eishockey Finale Zug gegen Bern schauen. Auch heute Abend werden alle nach einem sehr ge-lungenen Abend gut und mit ein bisschen Muskelkater einschlafen.
Raphael Baumann
Raphi gezeichnet
Andreas Imfeld
Andy beim Soundcheck
Sonntag
Heute Morgen weckte uns der Osterhase. Es war der zweitletzte Tag und alle freuten sich auf ein le-ckeres Frühstück. Während dem Frühstück wählten wir unser Wunschtraining für den Morgen. Es gab verschiedene Möglichkeiten. Das Einlaufen war heute besonders intensiv: Jede Gruppe hatte ein Rät-sel erhalten, die Lösung war ein Ort zu dem wir joggen mussten wo dann das nächste Rätsel versteckt war. Nach 10 weiteren Rätseln und ca 3km in den Beinen haben wir endlich das Rätsel gelöst und den Osterhasen aus Schoggi gefunden. Am Nachmittag fand ein Wettkampf statt. Alle wurden in eini-germassen gerechte Teams eingeteilt. Wir bewiesen uns dann alle in 5 verschiedenen Disziplinen. Als erstes war 6xfrei 400m dran. Es gab ein spannendes Kopf an Kopf Rennen der 4 Teams. Später be-wältigten die 4 Teams in bestimmten eingeteilten Zeiten die restlichen Disziplinen. Diese waren Speer, Weitsprung und Kugelstossen. Jedes Team hatte zudem einmal Pause. Zum krönenden Abschluss rannten alle einen 600m Lauf. Erschöpft und glücklich über die eigenen Leistungen gingen alle ins Shcwimmbad. Nach dem Abendessen begann der lang ersehnte Lagerabend. Vorab wurde noch ein Pokal mit Ostereier gefüllt an das Siegerteam des 5-Kampfs abgegeben. Ihre Namen wurden auf dem Pokal verewigt und den Pokal gilt es im nächsten Jahr wieder zu erkämpfen. Der Lagerabend war ein bet and win Spiel. Immer zwei Kinder mussten sich einer Aufgabe stellen, wie zum Beispiel Armdrü-cken oder Tiergeräusche imitieren. Die zuschauenden Kinder konnten dann Wetten abschliessen wer gewinnt. Es gab eine kleine Pause mit Rimus, Chips und Diashow der Lagerfotos. Die Fotos waren sehr unterhaltsam. Mit einem Lächeln im Gesicht gingen alle zufrieden ins Bettchen.
Weitsprungtraining
Hochsprungtraining
Montag
Heute Morgen stand die Bergwanderung auf den Napf auf dem Programm. Nach einem stärkenden Morgenessen galt es den Berg zu erklimmen. Die jungen Bergsteiger schafften den Gipfel in 35 Minu-ten anstatt den angegebenen 60 und das mit Turnschuhen. Die letzten kamen auch bereits nach 45 Minuten an. Als Belohnung durften wir ein Getränk auf dem Gipfel geniessen. Es war das erste mal seit 3 Jahren, dass es keinen Schnee auf dem Napf hatte. Der Abstieg fiel dann allen leichter, bis auf den Muskelkater. Zum Mittagessen gabs Spaghetti Carbonara. Zum Abschluss stand dann noch der Americaine auf dem Programm. Zu 5. mussten wir in 80m Abschnitten die 3000m laufen. Das Sieger-team schaffte eine Zeit unter 8min. Wir waren alle sehr stolz. Sehr ernüchternd war dann aber als Andy bekannt gab, dass der 3000m Weltrekord noch 20sek schneller war. Nach einer warmen Dusche mach-ten wir uns müde aber happy auf den Heimweg.
Sie war auch da
Die Gipfelstürmer
Aussicht vom Napf

Galerie

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